Liebe Freunde des Sandhäuschens,

ich muß schon sagen: der Gedanke an einen Abriß des Sandhäuschens macht mich fast wütend. Ich habe den historischen Vorgängerbau nicht gekannt, nur aus Erzählungen meiner Großeltern. Als es zum Neubau kam, habe ich mich als Burtscheider sehr mit den Laurensbergern gefreut. Unzählige Male bin ich, als seinerzeitiger Prinzengardist, dort mit einmarschiert. Und habe an vielen Treffen der Partei, der ich damals noch angehörte, dort teilgenommen.

Man mag die Architektur des Sandhäuschens mögen oder nicht – ich mag diesen 70er-Jahre-Stil (Beton plus Ziegel) persönlich überhaupt nicht, und viel zu viel gibt es davon in Aachen – aber: das ist nun mal so: das „Hochhaus“ am Hauptbahnhof aus den 50ern und 60ern reißt ja auch niemand ab. – Könnten Sie nicht versuchen, diese Immobilie „einfach“ unter Denkmalschutz stellen zu lassen? Dann könnte man ja zum Abriß anderer, weniger wichtiger Immobilien des gleichen „Zeitalters“ schreiten, und das „Sandhäuschen“ stehen lassen.

Also: um mich kurz zu fassen: das „Sandhäuschen“ muß bleiben. Aber: es muß auch ein Konzept her, es zu bewirtschaften.

Viele Grüße aus Afrika

Walter von den Driesch

Deutsche Botschaft

Nairobi - Kenya