Zu den rot-grünen PLänen mit dem Sandhäuschen in Laurensberg meint Gabriele Mathieu:

Einzige Infrastruktur: der Friedhof

SPD und Grüne haben also beschlossen, das Sandhäuschen „niederzulegen“, statt dessen könne ja, so Ratsherr Plum, eine „Viertelskneipe“ entstehen.
Das Sandhäuschen ist keine Viertelskneipe, sondern eine öffentliche Einrichtung, gleichbedeutend mit der Welschen Mühle, der Haarbachtalhalle, dem
Schloss Schönau und den Mehrzweckeinrichtungen in Eilendorf, Richterich und Walheim (zu lesen in der Zuständigkeitsverordnung der Stadt Aachen
vom 15. Dezember 1995). Diese Einrichtungen stehen auch nicht zur Disposition, aber wir Laurensberger sollen ein Sonderopfer erbringen.

Dies ist umso arroganter, als das Gebäude zu Beginn der 1970er Jahre mit dem Geld der bis dahin selbstständigen Gemeinde Laurensberg errichtet
wurde und in seiner Substanz nach wie vor solide ist.

Laurensberger Bürger reiben sich verwundert die Augen und fragen sich, ob in ihrem Stadtbezirk die Monarchie ausgebrochen ist und nun
Herr Peter Mehring über das Wohl und Wehe des Sandhäuschens entscheiden kann. Richtig sollte sein, dass das Sandhäuschen allen Bürgern gehört.

Durch schwerwiegende Versäumnisse der Stadt wurde das Sandhäuschen seit ca. zehn Jahren an die Wand gefahren. Nach zweijährigem Leerstand hat
man jetzt den Zustand erreicht, den man haben wollte, um ihn den Laurensbergern als selbstverschuldet vorhalten zu können. Laurensberg wird seit jeher
als Schlafstadt verschrieen. Deswegen fühlt man sich im Stadtrat berechtigt, den Stadtbezirk zu vernachlässigen. Im Gegensatz zu anderen Stadtbezirken -
siehe oben - soll es in Laurensberg nichts mehr geben. Jeder in Laurensberg fragt sich daher, an welche Infrastruktur sich das geplante Neubaugebiet mit
jungen Familien (,‚junges Blut“) anbinden soll (so Ratsherr Rau).

Die einzige Infrastruktur, an die man sich dort anbinden kann, ist der städtische Friedhof - wie einladend.