Zum Thema Sandhäuschen äußert sich Clemens Gläßer:

Bauernopfer zu Lasten der Bürger

Ihr Bericht über die Sitzung des „Runden Tisches“ erweckt den Eindruck, als seien einvernehmliche Lösungen
zur Rettung des Sandhäuschens erzielt worden. Das ist nun nicht der Fall. Als Ergebnis wurden verschiedene Möglichkeiten,
die in der Diskussion vorgebracht wurden aufgelistet. Sie reichten von der Erhaltung der Anlage bis zum Neubau eines
Bürgerzentrums und eines Kindergartens. Eine von allen getragene Lösung gab es nicht.

Leider musste festgestellt werden, dass die Mehrheitsfraktionen in der Bezirksvertretung als einzige Alternative
zu diesem Thema den Abriss des Sandhäuschens sehen, um dann Grundstücksverkäufe im großen Umfang vornehmen zu können.
Genau dagegen haben sich mehr als 2000 Bürger ausgesprochen. Es erhärtet sich immer mehr der Verdacht, dass
die Stadt für geplante Großprojekte auf diesen Wege an Geld kommen will.

Zu befürchten ist, dass die Stadtbezirke in Zukunft in ihrer Entwicklung unter dieser Politik zu leiden haben.
Die Stadt fordert hier ein Bauernopfer zu Lasten der Laurensberger und des Gemeinwohls Laurensbergs,
indem in ein Zentrum, bestehend aus Kirche, Versammlungssaal, Kindergarten, Schulzentrum, Sportstätten
und Restauration, empfindlich eingegriffen wird.

Wenn das Sandhäuschen in letzter Zeit schlecht angenommen wurde, lag dies an der zuletzt schlechten Führung
des Pächters. Dabei ist die Stadt für manche Versäumnisse als Träger hauptverantwortlich.