Dr. Gerd Hanusch zur Frage nach den

Kernaufgaben der Stadt Aachen und dem Erhalt des Sandhäuschens:

Seit einiger Zeit gibt rumohrt es um das Sandhäuschen und seinen Erhalt für das Laurensberger Gemeindeleben
mit über 150 Jahren Tradition als Restauration, Versammlungsort und nicht zuletzt auch als sehr geschätzte Kindertagesstätte.
So war das Sandhäuschen auch maßgeblicher Bestandteil bei der Eingemeindung Laurensbergs in die Stadt Aachen und
wurde aus größtenteils Laurensberger Mitteln finanziert neu erbaut. In unmittelbarer Nachbarschaft liegen als Ensemble
die Kirche, die Grundschule und auch das ebenfalls seinerzeit im Rahmen der Eingemeindung neu erbaute Schulzentrum
Aachen Laurensberg. Diese kompakte Zentrale des Geimwohls vor Ort steht nunmehr nach mehrjährigem Missmanagement
wohlmöglich zur Disposition, weil angeblich keine Mittel zur dringend erforderlichen Sanierung bereit stünden.

Interessanterweise steht heute im Lokalteil der Zeitung über den Aachener Haushalt, der stattliche 910 Mio. Euro beträgt,
daß hierbei wichtige Ausgaben anstünden, aber natürlich eine Priorität für Kernaufgaben wie Wirtschaftsforschung,
Familienförderung und Integration besteht. So frage nicht nur ich, weshalb die Restaurierung des Sandhäuschens mit
vergleichsweise bescheidenen 200 TE weniger wichtig sein soll als ein kulturelles Rahmenprogramm für die Weltreiterspiele
2006 für 500 TE oder ein Fahrradparkhaus für 600 TE, weshalb der Brüsselsaal nicht für 800 TE statt 1 Mio E restauriert
wird und weshalb Gerüchten zufolge sogar ein Tag Tour de France mit 500 TE höherrangig sein sollte als die dringend gebotene
Restaurierung einer maßgeblichen Gemeindeeinrichtung vor Ort für das Gemeinwohl und die Familienförderung!

Nach Abwägen aller Argumente kann es nur lauten, das Sandhäuschen im parteiübergreifenden Konsens zu erhalten
und wieder seiner ürsprünglichen Bestimmung zu überführen!