Eigenheim statt Bürgerhaus

Mit Erstaunen haben wir zur Kenntnis genommen, daß die Ratsherren Plum und Rau nun glauben, eine akzeptable Lösung für das Sandhäuschen (Abriß) gefunden zu haben. Für wenn soll das akzeptabel sein? Für die Mehrheit der Laurensberger Bürger offensichtlich nicht. Anstelle des Sandhäuschen sollen nach den Vorstellungen der vorgenannten Herren Einfamilienhäuser entstehen.

Hierzu soll ein "städtebauliches Konzept durch einen Investorenwettbewerb"erarbeitet werden, um eine "besondere Qualität der Bebauung" für die an anderer Stelle genannten "jungen Familien mit Kindern" zu sichern.

Was die Herren damit meinen, erschließt sich ein paar Sätze später: Das gesamte Areal soll in einen Stück verkauft werden, "Einzelgrundstücke sollen nicht zur Veräußerung gelangen". Und weiter: "Es gehe auch nicht darum, möglichst viel aus den Grundstücken heraus zu holen".

Will man also trotz der katastrophalen "derzeitigen Finanzsituation der Stadt" einem Investor einen großzügigen Rabatt einräumen?
Es ist kaum davon auszugehen, daß dieser Rabatt an die jungen Familien weitergegeben wird. Warum überhaupt diese Eile in Sachen Sandhäuschen? Soll der Verkaufserlös als Eigenanteil für das Bauhaus oder zum Stopfen städtischer Haushaltslöcher verwendet werden?

Vielleicht können die Herren Plum und Rau für Aufklärung sorgen und sachliche Argumente beisteuern?!

Im übrigen haben wir mit Erschrecken festgestellt, daß Herr Plum sein Mandat offensichtlich nicht im Sinne der Bürger einsetzen will oder wie soll man sonst Aussagen wie "Auch ein Bürgerbegehren werde die rot-grünen Vorschläge nicht stoppen. Am Ende entscheidet der Planungsausschuß (...)" werten ?

Dr. Patricia Wittke-Gattermann und Dr. Jens Gattermann