AZ: 07.04.2007

Das Sandhäuschen als Goldgrube
Zum Thema Sandhäuschen schreibt Heinz Tenholte:

Es ist schon ein Trauerspiel, was seitens der Stadt Aachen zum Erhalt oder besser zum Abriß des Sandhäuschens verlautet
Es trifft zu, daß das Sandhäuschen in den letzten Jahren bis zur Schießung kaum noch genutzt wurde. Allerding ist der Grund dafür auch
für die Zukunft von entscheidender Bedeutung. Der letzte Pächter war nicht in der Lage, das Sandhäuschen als Treffpunkt zu führen:
Gruppen und Vereinigungen, die sich im Sandhäuschen abends treffen wollten, um gemütlich zusammen zu sitzen, Kleinigkeiten
zu essen und zu trinken, wurden vom damaligen Pächter in den Keller auf die Kegelbahnen geschickt, da die Tische im Restaurant
angeblich schon für den nächsten Mittag eingedeckt waren. Wer für den Abend einen Tisch vorbestellt hatte,das Lokal ansonsten nicht
besetzt war und dann weit über eine Stunde warten mußte, bis überhaupt etwas zu essen kam, brauchte sich nicht zu wundern,
dass das Sandhäuschen geschnitten wurde. Wenn dann -wie geschehen- selbst Hochzeitsgesellschaften trotz Vorbestellung vor
verschlossenen Türen standen oder Beerdigungskaffees nicht stattfanden, darf man sich nicht über die wenige Nutzung des
Sandhäuschens "in diesen Jahren" wundern.

Wenn sich aber ein Pächter auf die Belange der Vereine und Gruppen einstellt, kann das Sandhäuschen-gerade mit dieser
Ausstattung und in dieser Lage- zu einer Goldgrube werden.

Der Abriß würde zwar der Stadt durch die dann sehr enge Bebauung Millionen an Einnahmen bringen, aber auch ein gestandenes
Stück Laurensberg vernichten, das unwiderbringlich verloren wäre. Die Politker sollten sich überlegen,ob gegen den Willen der Bürger
eine geschichtsträchtge Einrichtung wie das Sandhäuschen vernichtet werden soll. Denn demnächst haben die Wähler wieder das Wort.