Kein Spaltungsgeist – mehr Gemeinsinn !

Als Antwort auf den Leserbrief des Bauunternehmers Georg Quadflieg zum Thema Parkplätze und
Kirchengemeinde ist zu sagen: die Kirchenbesucher brauchen in erster Linie das Sandhäuschen zu
Gastronomiezwecken nach kirchlichen Feiern und Gemeindeveranstaltungen und erst in diesem
Zusammenhang auch die Parkplätze!  Dafür setzt sich die Gemeinde mit allem Recht ein.

Geschichtlich war auf dem Berg die erste Institution St.Laurentius - dann kam das Sandhäuschen dazu –
dann die Grundschule – dann das große Schulzentrum – dann der Sportplatz – dann der Tanzsportclub.
Dieses gewachsene Ensemble von Institutionen und Einrichtungen erforderte natürlich Parkplätze.
Diese sind 1974 gebaut worden in direktem Bezug auf das Sandhäuschen als einer „Kultur- und Gemeinschaftsanlage“
im Verbund mit allen anderen umliegenden Institutionen.

Wer heute der Kirchengemeinde primär das alleinige Interesse an den Parkplätzen unterstellt, verzerrt (bewusst?)
die tatsächlichen Zusammenhänge und spaltet die Kirchenbesucher vom Gemeinwesen ab. Will Herr Quadflieg
letztlich den Abriß des Sandhäuschen vorantreiben und dort sogar die geplanten Einfamilienhäuser bauen?

Die Kirchenbesucher sind ein bedeutender Teil der Gemeinde. Es sind Menschen aller Generationen und sozialer Schichten,
immer auch Bürgerinnen und Bürger des Stadtteils, Eltern von Kindergarten- und Schulkindern und meist
auch Autofahrerinnen und Autofahrer. Sie wollen gemeinsam die Möglichkeiten der  vorhandenen Institutionen
nutzen, um ihren religiösen, gesellschaftlichen, kulturellen sowie den Bildungsinteressen ihrer Kinder nachzukommen.
Diese Kirchenbesucher und viele andere Menschen aus dem Stadtteil sind nachweislich am Sandhäuschen interessiert
und werden es wieder nutzen. Dazu gehören auch die Parkplätze für alle.

Alle Laurensbergern, die behaupten, sie wären für das Sandhäuschen – „aber nicht um jeden Preis und nur wenn es Sinn macht“ –
sollten erkennen, dass der Sinn  durch das Bürgerbegehren „Rettet das Sandhäuschen“ mit über 2100 Stimmen  deutlich ausgewiesen ist.

Liebe Laurensberger, beteiligt Euch ernsthaft an der Instandsetzung und Wiederbelebung des Sandhäuschen!

Walter Lennartz