Kurzsichtige Betrachtungen helfen nicht weiter!

Die Betrachtungsweise von Frau Herff ist verständlich im Blick auf die mangelnde Jugendarbeit in Laurensberg. Mit dem hässlichen Abrißwunsch des Sandhäuschens erweist sie den Jugendlichen jedoch einen Bärendienst.

Die Probleme mit der fehlenden Anlaufstelle für Jugendliche sind doch auch die Folge der fehlenden Kultur-und Gemeinschaftsanlage Sandhäuschen im Gemeinwesen Laurensberg. In den letzten Jahren ist diese Einrichtung in der Tat durch Misswirtschaft und fehlende Konzeption ihrem eigentlichen Zweck untreu geworden. So eine Einrichtung braucht wirklich keiner und wird auch von keinem  wieder angestrebt. Es hieße jedoch das Kind mit dem Bade auszuschütten, wenn man eine kulturelle Einrichtung abreißen wollte, die allen Generationen dienen soll und kann.

Wir erinnern immer wieder daran: Das Sandhäuschen hat den Auftrag, gesellschaftliches Zentrum des Stadtbezirk Laurensberg zu sein und für Jung und Alt und alle sozialen Schichten als Begegnungsstätte zu dienen. Dazu ist es 1975 gebaut worden und hat viele Jahre gut funktioniert.

So wie sich Frau Herff ausschließlich berechtigt für die Jugendlichen stark macht, arbeiten die Freude des Sandhäuschens für das gesamte Gemeinwesen und sehen die Jugendlichen selbstverständlich als Teil davon auch in dem Sandhäuschen verortet.

Besser im Sinne der Jugendlichen wäre es darum, sich dem Gemeinsinn anzuschließen wie er sich im Bürgerbegehren (2100 Stimmen) und dem Votum der über 50 Vereine und Gruppierungen für das Sandhäuschen ausdrückt. Ein „entweder-oder“ von Jugendarbeit und Kultureinrichtung ist leider kurzsichtig und stellt diese in Gegensatz, statt sie zu verbinden. Das hilft keinem weiter!

Frau Herff ist herzlich eingeladen, sich über die wirklichen Zusammenhänge kundig zu machen und sich mit uns und für die Begegnung aller Generationen im Stadtbezirk einzubringen ( www.sandhaeuschen –ja.de )

Hans und Walter Lennartz